Chiasso TI: Polizei schnappt Telefonbetrüger (Polen) – Senioren um Tausende gebracht
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei gaben bekannt, dass am 9. März 2026 ein 50-jähriger und ein 38-jähriger polnischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Österreich bzw. Polen festgenommen wurden.
Die beiden stehen im Verdacht, an Betrugsanrufen, sogenannten Schockanrufen, beteiligt gewesen zu sein, die am selben Tag in Chiasso und Biasca verübt wurden und sich gegen Senioren richteten.
Die Angehörigen der Opfer benachrichtigten umgehend die Gemeinsame Alarmzentrale (CECAL). Daraufhin wurden sofort Ermittlungen eingeleitet, und dank der schnellen Polizeipräsenz in der Region konnten die beiden polnischen Staatsbürger auf ihrer Flucht nach Norden abgefangen werden. Sie wurden im Gebiet von San Vittore festgenommen, und das Diebesgut wurde sichergestellt.
An der Operation waren ausserdem die Polizei von Bellinzona, die Gemeindepolizei von Chiasso, die Polizei von Ceresio Sud, das Bundesamt für Zoll und Grenzschutz (UDSC) und die Kantonspolizei Graubünden beteiligt.
Die Vorgehensweise ähnelt der in der Vergangenheit wiederholt aufgedeckten, in ihren zahlreichen Variationen. In diesem Fall gaben sich die Täter als medizinisches Fachpersonal aus und forderten beharrlich hohe Geldsummen von den Opfern, angeblich für die Behandlung schwer erkrankter Angehöriger.
Sie nutzten die knappe Zeit (nur wenige Stunden angesichts der vermeintlichen Ernsthaftigkeit der Lage) aus und setzten die Opfer unter Druck, ihnen ihr Bargeld und zu Hause aufbewahrte Wertgegenstände (mehrere tausend Franken und diverse Wertsachen) auszuhändigen.
Die in den letzten Monaten durchgeführten Untersuchungen deuten auch auf ihre mögliche Beteiligung an anderen Fällen in unserem Kanton und ihre Zugehörigkeit zu einer grösseren, besser organisierten Gruppe hin.
Die 38- und die 50-Jährige werden wiederholten Betrugs beschuldigt. Die einstweilige Verfügung wurde inzwischen vom zuständigen Richter für Zwangsmassnahmen bestätigt. Die Ermittlungen werden von Staatsanwältin Valentina Tuoni koordiniert.
Informationen und Präventionstipps zu dieser Betrugsmasche erhalten Sie unter folgender Adresse: https://www4.ti.ch/di/pol-new/prevenzione/truffe/truffe-telefoniche .
Quelle: Kantonspolizei Tessin
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Tessin