Schweiz: Neue E-Mail lockt mit „Hallo Mama“-Masche in perfiden WhatsApp-Betrug

Eine E-Mail imitiert eine WhatsApp-Benachrichtigung und nutzt den bekannten „Hallo Mama“-Betrug, um Personen in einen WhatsApp-Chat mit den Betrügern zu locken, in dem eine Notsituation fingiert wird.

Die Betrüger versuchen, mit einer täuschend echten E-Mail Vertrauen aufzubauen und ihre Opfer zu einer Geldüberweisung zu bewegen.

Die Betrugsmasche

In der E-Mail wird vorgetäuscht, dass über WhatsApp eine neue Mitteilung von einer angeblich neuen Nummer eingegangen sei. Die darin dargestellte Unterhaltung ist bereits so gestaltet, dass sie vertraut wirkt und den Eindruck einer persönlichen Nachricht erwecken soll.

In der angezeigten Unterhaltung behauptet der angebliche Sohn oder die angebliche Tochter, das Handy sei kaputt und man sei vorerst nur noch über WhatsApp erreichbar. Mit Formulierungen wie „Kannst du mir bitte sofort eine Nachricht schicken“ und „Es ist wichtig“ wird Druck aufgebaut. Über den Button „Hier öffnen“ sollen Betroffene dazu gebracht werden, den Kontakt über WhatsApp aufzunehmen.



Der Link führt anschliessend auf eine WhatsApp-Seite, über die der Chat geöffnet werden kann. Im anschliessenden Chat greifen die Betrüger die vorgetäuschte Geschichte auf und versuchen, Vertrauen aufzubauen. Nach einigen vertraut wirkenden Nachrichten behaupten sie, dringend Geld für eine Rechnung, eine Überweisung oder eine andere angebliche Notlage zu benötigen.



Wer auf die angebliche Bitte eingeht, erhält konkrete Zahlungsanweisungen. Die Betrüger geben dabei vor, auf welchem Weg bezahlt werden soll, beispielsweise per Banküberweisung, über einen Zahlungsdienstleister oder durch die Bekanntgabe von Gutschein- beziehungsweise Prepaid-Codes.

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Was muss ich tun?

  • Klicken Sie in solchen E-Mails nicht auf den enthaltenen Link und nehmen Sie den Kontakt nicht über die angegebene „neue Nummer“ auf.
  • Rufen Sie Ihre Angehörigen über die Ihnen bekannte bisherige Telefonnummer an. In einem direkten Gespräch lässt sich ein Betrugsversuch meistens schnell klären.
  • Stellen Sie Kontrollfragen: Fragen Sie den vermeintlichen Sohn oder die vermeintliche Tochter etwas, was nur er oder sie beantworten kann. Achten Sie darauf, keine Fragen zu stellen, deren Antworten online oder über soziale Medien auffindbar sind.
  • Überweisen Sie kein Geld aufgrund einer Nachricht über E-Mail, WhatsApp, SMS oder andere Nachrichtendienste. Wenn Angehörige um Hilfe bitten, sollten Sie dies nicht über einen Nachrichtendienst klären, sondern immer das direkte Gespräch suchen.
  • Stellen Sie die Sicherheitseinstellungen von WhatsApp so ein, dass möglichst wenige Daten über Sie preisgegeben werden. Das gilt auch für andere Nachrichtendienste.

Ich habe bereits Geld überwiesen

  • Informieren Sie umgehend Ihre Bank oder den gewählten Zahlungsdienstleister. Je schneller Sie reagieren, desto eher besteht die Möglichkeit, dass eine Zahlung noch gestoppt werden kann.
  • Falls Ihnen ein finanzieller Schaden entstanden ist, begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Polizeistelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.

 

Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch

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