(St.Gallen SG). Am Sonntagmittag (25.10.2026) sind drei Jugendliche in St.Gallen von zwei weiteren Jugendlichen bedroht und beraubt worden.
Dabei wurde mutmasslich ein Messer als Drohmittel eingesetzt. Im Rahmen der Fahndung konnten ein 14- und ein 15-jähriger Schweizer festgenommen werden.
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Das Wichtigste auf einen Blick
- Tatort: Gellerstrasse in St. Georgen, St.Gallen.
- Zeitpunkt: Sonntag, 25. Oktober 2026, kurz nach 12 Uhr.
- Opfer: Drei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren.
- Vorgeschichte: Die drei waren mit einem Linienbus vom Hauptbahnhof in Richtung St. Georgen unterwegs.
- Überfall: Zwei Jugendliche folgten ihnen nach dem Aussteigen und bedrohten sie.
- Drohmittel: Mutmasslich wurde ein Messer eingesetzt.
- Beute: Ein Rucksack, Schuhe und weitere Wertsachen.
- Festnahmen: Zwei Schweizer im Alter von 14 und 15 Jahren wurden nach einer Fahndung festgenommen.
- Ermittlungen: Die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt unter der Leitung der Jugendanwaltschaft.
Drei Jugendliche nach Busfahrt mit Messer bedroht
Kurz nach 12 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der Stadtpolizei St.Gallen die Meldung von einem Raub an der Gellerstrasse. Drei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren waren zuvor mit einem Linienbus vom Hauptbahnhof in Richtung St. Georgen unterwegs. Im Bus wurden sie auf zwei weitere Jugendliche aufmerksam. Nachdem die drei Jugendlichen in St. Georgen ausgestiegen waren, folgten ihnen die beiden und bedrohten sie an der Gellerstrasse unter anderem mit einem Messer. Ihnen wurden ein Rucksack, Schuhe sowie weitere Wertsachen abgenommen. Anschliessend flüchteten die beiden Beschuldigten.
Polizei nimmt zwei mutmassliche Täter fest
Nach Eingang der Meldung rückten mehrere Patrouillen der Stadtpolizei St.Gallen aus. In der Innenstadt konnte ein 14-jähriger Jugendlicher angehalten und festgenommen werden. Kurze Zeit später konnte auch ein 15-jähriger Jugendlicher ermittelt und festgenommen werden. Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich um zwei Schweizer.
Jugendanwaltschaft leitet weitere Ermittlungen
Die Kantonspolizei St.Gallen tätigt unter der Leitung der Jugendanwaltschaft des Kantons St.Gallen die weiteren Ermittlungen.
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Raubüberfall unter Jugendlichen: Wie Betroffene richtig reagieren
Wenn Jugendliche auf der Strasse bedroht werden, kann sich die Situation innerhalb weniger Sekunden zuspitzen. Besonders gefährlich wird es, wenn möglicherweise ein Messer im Spiel ist. Dann steht die eigene Sicherheit klar vor dem Schutz von Rucksack, Schuhen oder anderen Wertsachen.
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festgenommene Jugendliche
Fünf wichtige Hinweise für Jugendliche und Eltern
1. Keine Gegenwehr bei einer Messerbedrohung: Versuchen Sie nicht, ein Messer wegzunehmen oder geraubte Gegenstände mit Gewalt festzuhalten. Vermeiden Sie abrupte Bewegungen und bringen Sie sich in Sicherheit, sobald dies möglich ist.
2. Hilfe an einem sicheren Ort suchen: Wenden Sie sich nach einer Bedrohung an Erwachsene, das Personal eines Geschäfts oder andere erreichbare Vertrauenspersonen. Verständigen Sie die Polizei über die Notrufnummer 117.
3. Beobachtungen festhalten: Personenbeschreibungen, Kleidung, Fluchtrichtung und der zeitliche Ablauf können für die Ermittlungen wichtig sein. Notieren Sie solche Angaben möglichst bald, ohne sich erneut in Gefahr zu bringen.
4. Auch ohne sichtbare Verletzungen Hilfe holen: Eine Bedrohung kann belastend sein. Eltern und Vertrauenspersonen sollten Betroffene ernst nehmen und sie bei der Kontaktaufnahme mit Polizei oder Opferhilfe unterstützen.
5. Keine eigenen Fahndungen starten: Teilen Sie keine ungesicherten Verdächtigungen, Namen oder Bilder vermeintlicher Täter in sozialen Netzwerken. Überlassen Sie die Ermittlungen der Polizei.
Was Eltern nach einem Raubüberfall beachten sollten
Jugendliche reagieren nach einer Bedrohung unterschiedlich. Manche möchten sofort darüber sprechen, andere ziehen sich zurück. Wichtig ist, ihnen zuzuhören, sie nicht zu drängen und ihnen zu vermitteln, dass sie Unterstützung erhalten.
Bei anhaltenden Schlafproblemen, starker Angst oder anderen Belastungsreaktionen kann professionelle Beratung sinnvoll sein. Die Opferhilfe steht auch minderjährigen Gewaltopfern und ihren Angehörigen zur Verfügung.
Wie geht es nach den Festnahmen weiter?
Die beiden Beschuldigten sind 14 und 15 Jahre alt. Deshalb werden die weiteren Ermittlungen unter der Leitung der Jugendanwaltschaft geführt. Die Festnahme allein bedeutet noch keine Verurteilung. Ob und welche strafrechtlichen Konsequenzen folgen, hängt von den Ergebnissen des Jugendstrafverfahrens ab.
Weitere Polizeimeldungen aus der Region finden Sie bei Polizeinews St.Gallen. Informationen zur Gewaltprävention bietet Polizeinews Prävention.
Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei St.Gallen