Schweiz: Gefälschter Hornbach-Shop ködert mit Klima-Schnäppchen greift Kartendaten ab

Betrüger verschicken E-Mails im Namen der HORNBACH Baumarkt (Schweiz) AG und werben mit einem angeblich exklusiven Angebot für eine „Breezi Pro“-Klimaanlage.

Der Link führt über eine angebliche Kundenumfrage zu einem gefälschten Onlineshop, der persönliche Angaben und Kreditkartendaten verlangt. Ähnliche Fälle mit gefälschten Umfragen und vermeintlichen Belohnungen sind bereits im Namen anderer Schweizer Unternehmen aufgetreten.

Die Betrugsmasche

Die E-Mail nennt den Rabattcode „FIRST500“ und verspricht damit 70 Prozent Rabatt auf eine „Breezi Pro“-Klimaanlage. Angeblich stehen nur 500 Codes zur Verfügung. Über den Button „Jetzt einlösen“ gelangen die Betroffenen auf eine gefälschte Website im Erscheinungsbild von HORNBACH.



Eine nahezu identische Vorgehensweise zeigte sich bei einer gefälschten MediaMarkt-Umfrage mit einem angeblichen Rabattangebot.

Auf der gefälschten Website erscheint der Rabattcode „FIRST500“ als aktiviert. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass nur noch eine begrenzte Anzahl Codes verfügbar ist und das Angebot nur für kurze Zeit gilt. Dadurch wird zeitlicher Druck aufgebaut. Weshalb eine solche Dringlichkeit ein typisches Warnsignal ist, erklärt die Präventionskampagne „LINDA schützt vor Phishing“. Anschliessend sollen die Betroffenen an einer kurzen Umfrage teilnehmen, um das Angebot zu erhalten.





Nach der Umfrage erscheint das angebliche Produktangebot. Über einen weiteren Link gelangen die Betroffenen zu einem gefälschten Onlineshop, in dem die Klimaanlage zu einem stark reduzierten Preis angeboten wird. Auch gefälschte Onlineshops im Erscheinungsbild von Interdiscount lockten bereits mit auffällig günstigen Angeboten.

Im anschliessenden Bestellvorgang werden persönliche Angaben und Zahlungsinformationen abgefragt. Wer diese Daten eingibt, übermittelt sie an die Betreiber der gefälschten Website. Die Angaben können anschliessend für unberechtigte Zahlungen oder weitere Betrugsversuche missbraucht werden.





Was muss ich tun?

  • Leiten Sie potenzielle Betrugs-E-Mails an feedback@cybercrimepolice.ch weiter.
  • Ignorieren Sie das E-Mail und löschen oder verschieben Sie es in Ihren Junk- beziehungsweise Spam-Ordner.
  • Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS, anderen Nachrichten oder Websites, da diese optisch manipuliert oder verändert sein können. Weitere Erkennungsmerkmale und Schutzmassnahmen erläutert der Beitrag „Phishing: Warum ein einziger Klick teuer werden kann“.
  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
  • Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität beziehungsweise Legitimität der E-Mail zu klären.

Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Informieren Sie umgehend Ihr Finanzinstitut und lassen Sie die betroffenen Bank- oder Debitkarten sperren.
  • Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zur örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.

 

Quelle: Cybercrimepolice.ch
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch

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