Tödlicher Wohnungsbrand in der Nacht: Eine Person tot, 22 Bewohner evakuiert

(Lugano TI). Wie die Kantonspolizei Tessin mitteilt, ist am Sonntag, 18. Oktober 2026, kurz nach 3 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Via Cortivallo in Lugano ein Brand ausgebrochen.

In der betroffenen Wohnung wurde eine leblose Person gefunden. 22 Hausbewohner mussten vorsorglich evakuiert werden. Sechs Personen klagten über leichte Rauchvergiftungssymptome und wurden medizinisch untersucht.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ereignis: Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus
  • Datum: Sonntag, 18. Oktober 2026
  • Zeit: Kurz nach 3 Uhr
  • Ort: Via Cortivallo in Lugano
  • Brandausbruch: Wohnung im zweiten Stock
  • Todesopfer: Eine leblose Person gefunden, Identifizierung läuft
  • Evakuierung: 22 Hausbewohner vorübergehend evakuiert
  • Rauchbeschwerden: Sechs Personen medizinisch untersucht
  • Hospitalisierungen: Keine
  • Einsatzkräfte: Kantonspolizei Tessin, Stadtpolizei Lugano, Croce Verde Lugano und Feuerwehr Lugano
  • Brandursache: Gegenstand der Ermittlungen
  • Verfahrensleitung: Staatsanwältin Chiara Buzzi

Brand bricht mitten in der Nacht im zweiten Stock aus

Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer in einer Wohnung im zweiten Stock des Gebäudes aus und verursachte eine starke Rauchentwicklung.

Vor Ort rückten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Tessin und der Stadtpolizei Lugano sowie Rettungskräfte der Croce Verde Lugano und die Feuerwehr Lugano aus.

Die Feuerwehr löschte den Brand und belüftete anschliessend die betroffenen Räumlichkeiten, um den dichten Rauch zu entfernen.

Leblose Person in Brandwohnung entdeckt

In der Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, fanden die Einsatzkräfte eine leblose Person.

Die formelle Identifizierung der verstorbenen Person ist noch im Gang.

22 Hausbewohner vorsorglich evakuiert

Aus Sicherheitsgründen wurden 22 Bewohnerinnen und Bewohner des Mehrfamilienhauses vorübergehend evakuiert.

Sechs Personen klagten über Symptome einer leichten Rauchvergiftung und wurden medizinisch untersucht.

Eine Einweisung ins Spital war bei keiner dieser Personen erforderlich.

Staatsanwaltschaft untersucht Brandursache

Die Ermittlungen stehen unter der Leitung von Staatsanwältin Chiara Buzzi.

Sie sollen den genauen Hergang des Brandes und dessen Ursache klären.

Polizei.news informiert | Brandschutz und Sicherheit

Wohnungsbrand in der Nacht: Warum Rauch so gefährlich ist

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus geht eine erhebliche Gefahr nicht nur von den Flammen, sondern auch vom entstehenden Brandrauch aus. Dieser kann giftige Gase und feinste Partikel enthalten und sich innerhalb kurzer Zeit über Türen, Korridore und Treppenhäuser ausbreiten.

Besonders tückisch ist, dass sich Rauch im oberen Bereich eines Raumes sammelt und die Sicht rasch verschlechtern kann. Gleichzeitig erschweren Hitze und giftige Verbrennungsgase eine sichere Flucht.

Was tun, wenn es im Mehrfamilienhaus brennt?

1. Brand sofort melden

Die Feuerwehr über die Notrufnummer 118 alarmieren. Dabei die Adresse, den Brandort und mögliche gefährdete Personen nennen.

2. Bei freiem Fluchtweg das Gebäude verlassen

Ist der Weg nach draussen sicher und rauchfrei, das Gebäude über die Treppe verlassen. Türen hinter sich schliessen, damit sich Feuer und Rauch weniger schnell ausbreiten können. Keinen Lift benutzen.

3. Nicht in ein verra uchtes Treppenhaus flüchten

Ist der Fluchtweg durch Rauch oder Flammen versperrt, in der Wohnung bleiben, die Türen schliessen und sich an einem Fenster oder auf einem Balkon bemerkbar machen. Die Feuerwehr über den Aufenthaltsort informieren und deren Anweisungen befolgen.

4. Nach der Evakuierung nicht zurückkehren

Ein Gebäude erst wieder betreten, wenn die Einsatzkräfte es ausdrücklich freigegeben haben. Auch nach dem Löschen können Rauchgase und weitere Gefahren bestehen.

Rauchvergiftung: Auf welche Symptome sollte man achten?

Zu den möglichen Anzeichen einer Rauchgasvergiftung gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Husten, Übelkeit, Atemnot und Benommenheit. Je nach Brand können zudem giftige Gase wie Kohlenmonoxid entstehen.

Kohlenmonoxid ist besonders gefährlich, weil es weder sichtbar noch durch Geruch wahrnehmbar ist. Es behindert den Sauerstofftransport im Körper und kann schwere gesundheitliche Folgen haben.

Wer Brandrauch eingeatmet hat und Beschwerden entwickelt, sollte sich medizinisch untersuchen lassen. Bei Atemnot, Bewusstseinsstörungen oder anderen schweren Symptomen ist sofort der Rettungsdienst unter 144 zu alarmieren.

Rauchwarnmelder können frühzeitig alarmieren

Ein Rauchwarnmelder kann die Bewohner bei einer Rauchentwicklung mit einem lauten Alarm auf eine mögliche Brandgefahr aufmerksam machen. Das ist besonders nachts wertvoll, wenn schlafende Personen Rauch oft nicht rechtzeitig bemerken.

Wichtig sind eine geeignete Platzierung, die regelmässige Funktionskontrolle und die Einhaltung der Herstellerangaben. Rauchwarnmelder ersetzen weder umsichtiges Verhalten noch einen sicheren Fluchtweg.

 

Quelle: Kantonspolizei Tessin / Polizei.news
Bildquelle: Symbolbild © mbolina/iStock.com

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