Polizeieinsätze am Wochenende: Demo mit 250 Menschen, Rettungsflug und Diebstahl

(Fürstentum Liechtenstein FL). Die Landespolizei Liechtenstein berichtet in ihrer Sammelmeldung über zahlreiche Einsätze und Ereignisse am Wochenende.

Neben einer bewilligten Demonstration in Vaduz beschäftigten medizinische Notfälle, mutmassliche Straftaten, Ruhestörungen und verschiedene Verkehrsmeldungen die Einsatzkräfte. Auch ungewöhnliche Vorfälle sorgten für polizeiliche Abklärungen. Der folgende Polizeibericht gibt einen Überblick über die Ereignisse im Fürstentum.

POLIZEI.NEWS INFORMIERT

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Demonstration in Vaduz: Rund 250 Personen nahmen an einer bewilligten, friedlich verlaufenen Kundgebung teil.
  • Unterkühlung in Balzers: Eine Person wurde nach einem Aufenthalt im Rhein mit einer Körpertemperatur von 34 °C medizinisch versorgt.
  • Rettungshelikopter in Schaan: Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Hirnblutung ins Spital geflogen.
  • Mutmasslicher Einschleichdiebstahl: In einem Beherbergungsbetrieb in Schaan kam es zu einem Gerangel und einer Drohung. Die verdächtige Person flüchtete.
  • Sachbeschädigung in Vaduz: Unbekannte besprühten Teile einer Tankstelle mit Farbe und Schriftzügen.
  • Grenzkontrolle in Ruggell: Eine ausgeschriebene Identitätskarte und ein mutmasslich verfälschter Reisepass wurden sichergestellt.
  • Weitere Meldungen: Ruhestörung, mutmassliches Feuerwerk, Verkehrshindernisse, eine defekte Ladentür und verdächtige Beobachtungen.
  • Rettungsdienst: Der Rettungsdienst LRK rückte insgesamt 15-mal aus.

Demonstration in Vaduz

Am Samstag fand in der Zeit von 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr eine bewilligte Demonstration des Initiativkomitees „Fristenlösung in Liechtenstein“ statt. Die Route führte vom Peter-Kaiser-Platz bis zum Schloss Vaduz. Rund 250 Personen nahmen an der Demonstration teil, welche aus polizeilicher Sicht friedlich und ohne Zwischenfälle ablief.

Medizinische Hilfeleistungen

Eine nach einem Aufenthalt im Rhein durchnässte und unterkühlte Person wurde noch in Balzers erstversorgt und zur medizinischen Untersuchung ins Landesspital gebracht. Die Körpertemperatur betrug gemessene 34 °C. Ärztlich wurde keine Selbst- oder Fremdgefährdung festgestellt. Da die Kleidung des Schwimmers nicht aufgefunden wurde, wurde durch die Landespolizei Ersatzkleidung organisiert.

Bei einem weiteren medizinischen Notfall in Schaan wurde eine Person mit Verdacht auf eine Hirnblutung per Rettungshelikopter ins Spital ausgeflogen.

Eigentumsdelikte, Sachbeschädigungen und Dokumentenkontrolle

In einem Beherbergungsbetrieb in Schaan wurde ein mutmasslicher Einschleichdiebstahl gemeldet. Nach dem Antreffen der verdächtigen Person durch den Besitzer sei es zu einem Gerangel und einer Drohung gekommen. Die Person flüchtete durch ein Fenster und liess Taschen zurück. Weitere Ermittlungen wurden eingeleitet.

An einer Tankstelle in Vaduz wurden Dachlogos und ein Gasflaschenschrank mit Farbe und Schriftzügen besprüht. Die Täterschaft ist derzeit noch unbekannt.

Bei einer Grenzkontrolle wurden in Ruggell eine wegen Verlusts oder Diebstahls ausgeschriebene Identitätskarte sowie ein mutmasslich verfälschter Reisepass sichergestellt, bei dem eine Seite entfernt wurden.

Lärm und mutmassliches Feuerwerk

Eine wiederholt gemeldete Ruhestörung in einem Wohnhaus in Balzers konnte beim Eintreffen der Patrouille nicht mehr festgestellt werden.

Mehrere Meldungen betrafen gezündete Feuerwerkskörper in Mauren und Eschen. Bei einer Kontrolle wurden weder Personen noch eindeutig zuordenbare Feuerwerksreste festgestellt.

Verkehr und Hindernisse

Ein Baum beziehungsweise Ast ragte im Bereich einer Baustelle in Schellenberg in die Fahrbahn. Aufmerksame Passanten beseitigten das Hindernis. Die Patrouille kontrollierte und korrigierte anschliessend noch die Baustellenabschrankungen.

Ein auf der Fahrbahn liegender Inselschutzpfosten wurde durch eine Privatperson zur Seite gelegt. Ein Zusammenhang mit zuvor vorbeigefahrenen Traktoren im Konvoi kann lediglich vermutet werden, da ein Unfall nicht beobachtet wurde.

Technische Störung und weitere Abklärungen

Eine Person konnte einen Selbstbedienungsladen in Schaan wegen einer defekten automatischen Schiebetür vorübergehend nicht verlassen. Ein Passant öffnete die Tür schliesslich von aussen.

Zwei maskierte Personen wurden im Bereich Nendeln als verdächtig gemeldet. Die anschliessende Kontrolle der Umgebung blieb ohne Feststellungen.

Ein vermeintlich auffälliger Flug über einem Firmenareal in Schaan erwies sich als Test eines Modellflugzeugs. Gemäss Abklärungen besteht dort keine Flugverbotszone. Der Pilot setzte seinen Testflug anderenorts fort.

Der Rettungsdienst LRK rückte 15-mal aus.


POLIZEI.NEWS INFORMIERT

Unterkühlung nach einem Aufenthalt im kalten Wasser: Was im Notfall hilft

Der Einsatz in Balzers zeigt, wie wichtig rasche Hilfe nach einem Aufenthalt in kaltem Wasser sein kann. Eine Körpertemperatur von 34 °C liegt unter dem normalen Bereich und gilt als Unterkühlung. Wer eine unterkühlte Person findet, sollte behutsam und gezielt handeln.

34 °C
Gemessene Körpertemperatur beim Einsatz in Balzers
144
Sanitätsnotruf in Liechtenstein
15
Einsätze des Rettungsdienstes LRK

Vier wichtige Schritte bei Unterkühlung

1. In Sicherheit bringen: Helfen Sie der betroffenen Person aus Wind und Kälte. Achten Sie dabei auf Ihre eigene Sicherheit, besonders an Gewässern.

2. Weitere Auskühlung verhindern: Bringen Sie die Person an einen geschützten Ort. Entfernen Sie nasse Kleidung möglichst schonend und decken Sie die Person mit trockenen Kleidern oder Decken zu. Schützen Sie insbesondere Kopf und Oberkörper.

3. Behutsam bewegen: Stark unterkühlte Personen sollten möglichst wenig und schonend bewegt werden. Vermeiden Sie kräftiges Reiben der Gliedmassen und abrupte Erwärmung.

4. Medizinische Hilfe alarmieren: Bei Unterkühlung, Bewusstseinsstörungen oder auffälliger Atmung sofort den Rettungsdienst verständigen. Prüfen Sie Bewusstsein und Atmung und befolgen Sie die Anweisungen der Notrufzentrale.

Warum kaltes Wasser besonders gefährlich ist

Im Wasser verliert der Körper deutlich schneller Wärme als an der Luft. Neben einer Unterkühlung kann bereits die unmittelbare Reaktion auf kaltes Wasser zu unkontrollierter Atmung und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit führen.

Wer im Herbst oder Winter an Flüssen unterwegs ist, sollte die Wassertemperatur, die Strömung und die Möglichkeit eines sicheren Ausstiegs berücksichtigen.

Weitere Polizeimeldungen aus dem Fürstentum finden Sie bei Polizeinews Liechtenstein.

 

Quelle: Landespolizei Liechtenstein
Bildquelle: Landespolizei Liechtenstein