Geisterfahrer fährt zehn Kilometer auf der Autobahn falsch und prallt frontal in Polizeiauto

(Faido TI). Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, kurz vor 21.30 Uhr, meldeten mehrere Verkehrsteilnehmende der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) ein schwarzes Auto auf der Autobahn A2 bei Faido, das in Richtung Norden unterwegs war.

Der Lenker überholte zunächst andere Fahrzeuge über den Pannenstreifen. Anschliessend fuhr er langsam in der Mitte der Fahrbahn und behinderte dadurch den Verkehr.

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • Ort: Autobahn A2 bei Faido im Kanton Tessin.
  • Zeitpunkt: Donnerstag, 22. Oktober 2026, kurz vor 21.30 Uhr.
  • Erste Meldungen: Ein schwarzes Auto überholte auf dem Pannenstreifen und behinderte anschliessend den Verkehr.
  • Flucht: Der Lenker entfernte sich mit hoher Geschwindigkeit und missachtete eine rote Ampel.
  • Geisterfahrt: Der Mann fuhr rund zehn Kilometer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.
  • Frontalkollision: Nach einer erneuten Wendung und dem Durchbrechen einer Polizeisperre kollidierte das Auto im Piumogna-Tunnel mit einem Polizeifahrzeug.
  • Verletzte: Zwei Polizisten erlitten Verletzungen von gewisser Schwere. Der Autofahrer wurde mittelschwer verletzt.
  • Lenker: Ein 58-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Zürich.
  • Einsatzkräfte: Kantonspolizei, Feuerwehr, Strassenunterhaltsdienst, Tre Valli Soccorso und Rega.
  • Verkehr: Der betroffene Autobahnabschnitt wurde für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme gesperrt. Umleitungen wurden eingerichtet.

Gefährliche Fahrmanöver auf der Autobahn A2

Als eine Patrouille der Kantonspolizei vor Ort eintraf, entfernte sich der Lenker mit hoher Geschwindigkeit und hielt auch nicht vor der roten Ampel an, die von der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) im Rahmen der Sicherheitsmassnahmen zur Sperrung der Fahrbahn A aktiviert worden war.

Rund zehn Kilometer als Geisterfahrer unterwegs

Während der Verfolgung wendete der Lenker kurz vor dem Gotthardtunnel und fuhr rund zehn Kilometer auf der Autobahn entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in Richtung Süden.

Das flüchtende Fahrzeug wendete anschliessend erneut. Nachdem der Lenker eine Polizeisperre durchbrochen hatte, kollidierte er im Piumogna-Tunnel frontal mit einem Polizeipatrouillenfahrzeug.

58-jähriger Schweizer aus dem Kanton Zürich am Steuer

Am Steuer des Autos sass ein 58-jähriger Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz im Kanton Zürich.

Zwei Polizisten und Autofahrer verletzt

Vor Ort standen Angehörige der Kantonspolizei, die Feuerwehr des Centro Intervento San Gottardo (CIG), die Feuerwehr Biasca, Mitarbeitende des Strassenunterhaltsdienstes UT4 sowie Rettungskräfte von Tre Valli Soccorso und der Rega im Einsatz. Nach der Erstversorgung wurden die beiden Polizisten und der Lenker ins Spital gebracht.

Gemäss einer ersten medizinischen Beurteilung erlitten die beiden Polizisten Verletzungen von gewisser Schwere. Der Autofahrer wurde mittelschwer verletzt.

Autobahn für Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme gesperrt

Um die Rettungsarbeiten und die technischen Unfallaufnahmen zu ermöglichen, wurde der betroffene Autobahnabschnitt für den Verkehr gesperrt. Die notwendigen Umleitungen wurden eingerichtet.


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Geisterfahrer auf der Autobahn: So reagieren Sie richtig

Ein Fahrzeug, das auf der Autobahn entgegen der Fahrtrichtung unterwegs ist, kann innerhalb weniger Sekunden eine lebensgefährliche Situation verursachen. Besonders in Tunneln sind die Ausweichmöglichkeiten begrenzt. Umso wichtiger ist es, bei einer Falschfahrerwarnung ruhig und vorausschauend zu handeln.

10 km
ungefähre Länge der Geisterfahrt
3
verletzte Personen
117
Polizeinotruf

Fünf wichtige Regeln bei einer Falschfahrerwarnung

1. Geschwindigkeit reduzieren: Fahren Sie langsamer und stellen Sie sich darauf ein, jederzeit bremsen zu müssen.

2. Nicht überholen: Bleiben Sie möglichst auf dem rechten Fahrstreifen und halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Verkehr.

3. Vorausblicken: Beobachten Sie die Fahrbahn weit voraus und achten Sie auf ungewöhnliche Fahrzeugbewegungen.

4. Verkehrsmeldungen beachten: Radio, Navigationssysteme und elektronische Anzeigetafeln können vor Falschfahrern und gesperrten Autobahnabschnitten warnen. Befolgen Sie die behördlichen Anweisungen.

5. Polizei verständigen: Wenn Sie selbst einen Falschfahrer beobachten, melden Sie dies möglichst rasch über 117, sobald Sie gefahrlos telefonieren können. Bedienen Sie während der Fahrt kein Mobiltelefon.

Selbst versehentlich falsch aufgefahren?

Wer versehentlich entgegen der Fahrtrichtung auf eine Autobahn gelangt, darf keinesfalls versuchen, die Situation durch eine erneute Wendung oder Rückwärtsfahren zu korrigieren.

Reduzieren Sie die Geschwindigkeit, aktivieren Sie die Warnblinkanlage und halten Sie möglichst weit rechts an einer sicheren Stelle an. Verlassen Sie das Fahrzeug nur, wenn dies gefahrlos möglich ist, und verständigen Sie umgehend die Polizei. Befolgen Sie deren Anweisungen.

Besondere Gefahr im Autobahntunnel

In einem Tunnel können eingeschränkte Sicht, begrenzte Ausweichmöglichkeiten und die unmittelbare Nähe zu anderen Fahrzeugen eine Falschfahrt besonders gefährlich machen. Beachten Sie deshalb unbedingt rote Lichtsignale, elektronische Fahrstreifenanzeigen und Tunnelsperrungen. Fahren Sie niemals in einen gesperrten Tunnel ein.

Weitere Informationen zu den Schweizer Autobahnen finden Sie bei Autobahn-News.

 

Quelle: Kantonspolizei Tessin
Bildquelle: Symbolbild © Philipp Ochsner / Polizei.news

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